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Von der Straße in die Luft

Sonplas bietet hohe Expertise in der Prüfung kraftstoffführender Komponenten für die Luftfahrt

Mit Sonderanlagen unterstützt Sonplas seit mehr als einem Jahrzehnt die Instandhaltung von Kraftstoff- und Hydraulik-
systemen in der Luftfahrt. Der Maschinenbauer bringt dabei umfassendes Know-how aus der Automobilindustrie ein
und entwickelt maßgeschneiderte Montage- und Prüfsysteme für sicherheitskritische Komponenten – alles aus einer
Hand. Damit lassen sich verschiedene Pumpentypen flexibel testen, Druck und Durchfluss präzise regeln.

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„In der Luft- und Raumfahrt kommen ähnliche kraftstoffführende Bauteile zum Einsatz wie in der Automotive-Industrie“, weiß Matthias Kraml, Vertriebsingenieur bei Sonplas. Der mittelständische Sondermaschinenbauer mit Sitz im bayrischen Straubing hat mittlerweile rund 30 Jahre Erfahrung in der Montage, aber vor allem auch in der Prüfung dieser Komponenten in Einspritzsystemen, die im Automobilbau zum Einsatz kommen.

Dazu gehören Ventile, Injektoren und Druckregler, Verteilerleisten, Einspritz- und Vorförderpumpen. Kraml: „In der Luft- und Raumfahrt sind diese Komponenten nur
eine ganze Nummer größer, und damit steigen auch die Drücke und die Durchfluss-
mengen.“ Sein umfassendes Know-how hat Sonplas auf die Luftfahrt übertragen: Bereits seit 2014 realisieren die Spezialisten hochflexible Anlagenkonzepte für die Funktionsprüfung von Komponenten im Bereich Maintenance Repair Operations (MRO). Dazu zählen hauptsächlich Hydraulik- und Kraftstoffsysteme.

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Außenansicht Kraftstoffkomponenten Prüfstand

Vielfältige Prüfmöglichkeiten unter realistischen Bedingungen

Der Sondermaschinenbauer entwickelt Prüfanlagen für unterschiedlichste Kraftstoffkomponenten – inklusive Pumpen – und ermöglicht dabei variable Test-
und Umgebungsbedingungen für eine realitätsnahe Simulation. Damit lassen sich
etwa Durchfluss, Druck und Leckagen nach kundenspezifischen Vorgaben hydraulisch messen. Luft- und Flüssigkeitsprüfung können in einem Gerät kombiniert und Kalibrier-
zyklen sowie Ausblas- und Spülprozesse automatisiert werden.

Sonplas hat zudem Strahlprüfstände im Programm. Diese vermessen den aus der Fuel Nozzle austretenden Mediumstrahl hinsichtlich Winkel und Breite. Kraml: „Uns steht sogar ein hauseigenes Entwicklungslabor zur Verfügung.“ Dazu kommen Machbar-
keitsanalysen und Produkttests. „Wir bestimmen die Einspritzrate und prüfen die Temperatur“, erläutert der Vertriebsingenieur. Möglich sind sowohl Funktions- und Dauerlaufprüfungen der Einzelkomponenten als auch von Komplettsystemen.
„Die Prüfungen und Messungen führen wir nach kundenspezifischen Vorgaben
durch – den sogenannten CMM-Vorschriften“, sagt Kraml. CMM steht für
Component Maintenance Manual.

Um sicherstellen, dass die Komponenten den extremen Umgebungsbedingungen, denen sie während des Fluges ausgesetzt sind, standhalten, spielen in der Luftfahrt Klimakammern eine wichtige Rolle. „Wir können verschiedene Umweltparameter wie Temperatur, Feuchtigkeit sowie Luftdruck simulieren. Sogar Vibrationen sind denkbar“, beschreibt Kraml. Und wie sicher sind Komponenten in explosionsgefährdeten Be-
reichen – etwa in Tanks oder bei der Ver- und Entladung von brennbaren Flüssigkeiten? Auch das prüfen die Sonplas-Experten. „Entsprechend den relevanten Vorschriften und Normen (ATEX und IECEx) setzen wir Projekte für explosionsgefährdende Bereiche und Medien um“, erläutert Kraml. Wichtig ist nicht nur das Know-how bei der Aus-
führung, sondern auch die Beratung im Vorfeld und die Unterstützung beim Betreiben.

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Erfolgreich Projekte umsetzen

In der Luftfahrt setzte Sonplas bereits Projekte erfolgreich um. Exemplarisch ging es unter anderem um die Prüfung einer
sehr komplexen Main Fuel Pump unter anderem für das Triebwerk der Boing 777. Sie wiegt knapp 30 Kilogramm und ist deutlich größer als eine Bus-Pumpe. „Hier fließt unter anderem unsere Erfahrung mit Pumpen aus anderen Branchen ein“,
sagt der Vertriebsingenieur. Bei diesem Projekt war eine Durchflussmenge von 650 Litern pro Minute (170 gal/min) gefordert. Mit dieser Herausforderung kam der Kunde auf Sonplas zu. Der Prüfprozess läuft vollautomatisch ab – bis auf bestimmte manuelle Arbeitsschritte. Das Gerät erkennt die Komponente eigenständig und justiert diese. Anschließend erfolgen alle erforderlichen Prüfschritte nach den jeweiligen Vorgaben. „Auf diesem Prüfstand können wir bis zu 15 verschiedene Trieb-
werksmuster testen“, erläutert Kraml. Auch bei Center- und Wing-Tank-Pumpen ist die Expertise von Sonplas gefragt. Dieser Prüfprozess ähnelt in weiten Teilen dem von Kraftstoffpumpen in der Automobilindustrie, die Durchflussraten sind jedoch mit bis zu 900 l/min eine ganz andere Dimension.

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Maßgeschneidertes Anlagenkonzept

Als Sondermaschinenbauer kann Sonplas flexibel auf spezifische Kundenanforderungen reagieren und hochindividuelle Lösungen realisieren – ein klarer Vorteil gegenüber standardisierten Serienherstellern.
„In der Regel kommen die Kunden mit ihren Komponenten auf uns zu, die Testverfahren sind dabei meist durch die
Hersteller vorgegeben“, erklärt Kraml. „Unsere Aufgabe ist es, diese Prüfprozesse technisch umzusetzen und durch gezielte Automatisierung zu vereinfachen.“

Die Anlagenkonzepte werden gemeinsam mit dem Kunden entwickelt und passgenau auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten. Je nach Anforderung lässt sich eine komplette Pumpe auf dem Prüfstand analysieren, einzelne Komponenten wie Überdruckventile testen – oder beides gleichzeitig. Um dies zu ermöglichen, kombiniert Sonplas bei Bedarf verschiedene Prüfverfahren in einer Anlage. „Für die hochfrequentierte Automobilindustrie automatisieren wir unsere Anlagen durchgängig – und dieses Know-how lässt sich zumindest teilweise auch auf die Luftfahrt übertragen“, so Kraml. „Dort sind solche Automatisierungsansätze bislang noch eher unüblich.“ Neben der Entwicklung kompletter Prüfstände unterstützt Sonplas auch bei der Optimierung bestehender Linien.

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Aus einer Hand

Sonplas bietet Montage und Test aus einer Hand und vereint beide Disziplinen effizient in seinen Lösungen. Anwender profitieren von einem bewährten Netzwerk ausgewählter, zuverlässiger Partner – bei gleichzeitig nur einem zentralen Ansprechpartner. Bewährte Zukaufkomponenten integrieren die Experten dort, wo sie sinnvoll sind – eigene Entwicklungen kommen zum Einsatz, wenn Standardlösungen an ihre Grenzen stoßen. Diese Kombination macht die Sondermaschinen besonders anpassungsfähig, wirtschaftlich und funktional. „Wir wissen sehr genau, worauf es bei den Komponenten ankommt“, sagt Vertriebsingenieur Kraml. „Dadurch begegnen wir unseren Kunden auf Augenhöhe – ein klarer Mehrwert.“

Mit maßgeschneiderten Lösungen ist Sonplas in anspruchsvollen Branchen wie der Automobilindustrie und der Luft- und Raumfahrt etabliert. Der erfolgreiche Transfer von einer hochindustrialisierten in eine sicherheitskritische Branche zeigt:
Die technologische Kompetenz ist branchenübergreifend skalierbar. Damit erschließt sich Sonplas auch Potenziale in weiteren Zukunftsmärkten wie der Medizintechnik, der Halbleiterfertigung oder der Energietechnik. „Der Kunde profitiert ganz klar von unserem Sondermaschinenbau-Gedanken“, betont Kraml.